Was leistet Web 2.0 tatsächlich? Erprobte Marketing Ziele für die Web 2.0 Strategie.

Schlagwörter sind wie Modetrends. Jede „Saison“ erscheinen bekannte Konzepte mit neuen Begriffen und Suchen nach unserer Aufmerksamkeit. Was steht hinter dem Begriff Web 2.0, der vor 5 Jahren geprägt wurde? Welche Strategie soll Marketing, Sales und PR mit Web 2.0 Projekten verfolgen?

Web 2.0 ist eine Begriffsumschreibung für verändertes Nutzerverhalten im Internet. Zunächst stand die Informationsbeschaffung an oberster Stelle des Userinteresses. Zu diesem Nutzungsverhalten ist heute bei vielen Usern das eigene Erstellen, Abändern, Bewerten oder Teilen von Inhalten hinzugekommen. Texte, Bilder, Musik wird von Usern interaktiv kommentiert, empfohlen, eingebunden oder gemeinsam bearbeitet. Beispiele für Web 2.0 Anwendungen sind Diskussionsforen (die es übrigens schon seit Beginn des Internet gab) Tagebücher/Blogs, öffentliche Fotobücher, Online-Auktionen, Wikis, das Versenden von Wunschlisten, Empfehlungen, Soziale Netzwerke wie facebook, oder xing. Techniken wie bspw. das Einbinden von Informationen (RSS-Feeds) oder Anwendungen (MashUps) erleichtern die Umsetzung.

„Megaphon-Marketing“ versus offener Dialog
Der klassische Marketingansatz, mit großem Megaphon die eigene Botschaft an möglichst viele Konsumenten zu überbringen stößt an seine Grenzen und er erhält eine Erweiterung. Internetnutzer, die sich selbst in Sozialen Netzwerken zusammenfinden, kommunizieren „öffentlich“ wie und wo sie wollen. Und damit wird auch schon klar, dass Marketing und PR heute nicht mehr alleine die Marktbotschaften besitzen oder kontrollieren können. Der offene Dialog spielt sich plötzlich zwischen Kunden, Partnern, Mitbewerbern, Medien und dem Unternehmen selbst ab. Unternehmen können sich heute entscheiden, ob sie an der Kommunikation im Markt teilnehmen, oder sich bewusst gegen eine Teilnahme aussprechen.

Die versteckte Einkaufsentscheidung
Kaum ein B2B-Kunde recherchiert vor einer größeren Investition nicht im Internet. Mit Produktvideos und Webinars versucht man Interessenten bei der Kaufentscheidung ein Stück „entgegen zu kommen“. Aber auch zahlreiche Endkonsumenten lesen Produktbroschüren, Nutzerberichte, Produktbewertungen oder Anwenderdiskussionen. Die Kunst in Marketing und Sales ist es nun die Stellen zu finden, an denen Vorentscheidungen für ein Produkt fallen. Die „digitale Körpersprache“ des Käufers im Internet richtig zu interpretieren, anzusprechen und aufzulösen, ist eine wesentliche Marketingherausforderung für erfolgreiche Unternehmen.

Nischen-Marketing
Mit Zunahme der Internet-Nutzung sind heute Zielgruppen für nahezu alle erdenklichen Fachrichtungen, persönliche Interessen oder Einstellungen zu finden. In Kombination mit sinkenden Produktions- und Verteilungskosten öffnen sich neue Zielgruppen-Nischen. Web 2.0-Ansätze unterstützen das Nischen-Marketing und ermöglichen die Zielgruppe direkt und persönlich anzusprechen.

Mag. Peter Kühnberger | bridging MT - we connect Marketing & Technology
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